Kurzgedichte vor 2003
Tautropfen - Kurzgedichte
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Strand

Überfüllter Strand
voll von Freude
des Augenblicks
Möwen am Azurblau
Erst später
gegen fünf landend
suchen
nach etwas Verlorenem
wie ich

Karte

Die nüchterne Karte
Pappe steif
und ungefaltet
übertünchert mit Notwendigkeit
wenig bunt
und
ohne Blumenstrauß
das verschleppte
Undsoweiter
Eines Andersseins
Nüchterne Karte
mit Meeresansicht.

Lass uns

Laß uns
aneinander glauben
Fehler begehn
gemeinsam
die Irre des Waldes
nicht bestaunen
Wege brechen
mit eigner Hand.
Wir haben nur
den einen.

Tag im Oktober

Aus den Kastanien
befreit sich der
Oktobernebel.
Weit fort
jener Traum
aus smaragdgrünem Laub.
Es welkt ein
Gefühl,
eröffnet die Ader
die sacht den Sommer
entbehrt.

dein Brief

Dein Brief ist
wie du.
Jedes Wort regt eine
Jahreszeit in mir
die aufersteht.

Nicht heute und
morgen nicht
flaut der Wind ab
der sich dreht und
nie ganz legt.

Moosgrün

sind Hoffnungen nur dann,
wenn zu lang schon
Steine ungewendet liegen.

Herbst

Unter den Schuhen
welkes Laub
das nichts verspricht
das die
Augen bedeckt und
alle Fragen
die es weit haben
ans Licht:
so viel Zeit
abgeschneit in wenig
Tagen
Sommer -
wann gingst du
noch halt ich dich -
bin nicht bereit.

für Katrin

Dein Atem
schlägt noch im Raum
durchweht die losen Blätter
im Kalender.
Ein leichtes Wehen
spürbar kaum
geht tief in mich.
Du kamst.
Kamst wenn keiner kommt.

An dem Tage

als ich von deinem Tod erfuhr
ging die Sonne abends rot unter
und ich konnte nicht begreifen
dass du sie nicht mehr bewunderst -
die Welt war so leer
es war,
als hättest du sie angehalten.

Baum im Garten

Winters die nagende
Kälte der Schneelast,
Sturm des Herbstes,
Trockenheit sommers,
Frühling unfühlbar
ohne dich.

Unter den Schlägen
zitterndes Laub.
Stolz noch im
Schmerz stirbst du
so stumm
dass ich schrei.

Einbahnstrasse

Entgegenkommen untersagt
kein Platz neben mir
selbst Wenden auf Gebühr
am Ende: ihr.

Wieder zu spät
bemerke ich
ihr erwartet ES
nicht MICH.

Wintereinbruch

So sacht
senkt sich die Kühle
dass sich der
Wind verliert.
Die Melodie
Die ich noch fühle,
bereift die Hände
und erfriert.

Besitz

Verloren
hab ich nichts
nur ganz fest gehalten
nur geweint.
Glücklich
war ich
bin ich
weinte in deine
Hände
immer im Spalt
zwischen
deinen Fingern hindurch
sonderbar warm
war mir
auch heute
wo ich wieder wein
in einem Zwischenraum.

Aufgebrauchte Hoffnungen

zerstobene Erinnerung
Luftfeuchtigkeit
die ich atme
täglich




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